Altersvorsorge für Gründer: Richtig absichern
Rente, Berufsunfähigkeit, Vorsorgemodelle – warum Gründer die private Altersvorsorge von Anfang an mitdenken sollten.
Rente? Darüber denke ich später nach – ein gefährlicher Irrtum
Wenn Du gerade Dein StartUp gründest, hast Du wahrscheinlich tausend Dinge im Kopf – Kunden gewinnen, Produkt entwickeln, Team aufbauen. Die Altersvorsorge steht verständlicherweise nicht an erster Stelle. Doch genau das ist ein Fehler, der sich rächen kann. Als Selbstständiger bist Du für Deine Absicherung im Alter selbst verantwortlich. Je früher Du damit anfängst, desto besser – und desto günstiger.
Warum Gründer besonders vorsorgen müssen
Als Angestellter zahlst Du automatisch in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Als Gründerin oder Gründer fällt diese automatische Absicherung in vielen Fällen weg. Viele Selbstständige sind rentenversicherungsfrei – das klingt zunächst nach einer Entlastung, bedeutet aber, dass Du ohne eigene Vorsorge im Alter mit leeren Händen dastehst.
Die gesetzliche Rente allein reicht für die meisten Menschen schon heute nicht aus. Für Gründer, die in den ersten Jahren oft wenig oder gar nicht in die Rentenkasse einzahlen, ist die Versorgungslücke noch größer.
Gesetzliche Rente, Versorgungswerk oder privat?
Grundsätzlich stehen Dir als Gründer drei Wege offen:
1. Freiwillige gesetzliche Rentenversicherung – In den ersten zwei Jahren profitierst Du vom halben Regelbeitrag (ca. 300 €/Monat)
2. Berufsständisches Versorgungswerk – Für bestimmte Berufsgruppen verfügbar
3. Private Altersvorsorge – Maximale Flexibilität, anpassbar an schwankende Einnahmen
Welche Vorsorgemodelle für StartUp-Gründer sinnvoll sind
Basis-Rente (Rürup-Rente)
Besonders für Selbstständige attraktiv, da die Beiträge steuerlich absetzbar sind. Das senkt Deine Steuerlast in den einkommensstarken Jahren und baut gleichzeitig eine lebenslange Rente auf. Der Nachteil: Das Kapital ist nicht frei verfügbar.
Private Rentenversicherung
Maximale Flexibilität: Du bestimmst die Beitragshöhe, kannst pausieren, wenn es im StartUp mal eng wird, und hast am Ende die Wahl zwischen monatlicher Rente und einmaliger Kapitalauszahlung.
ETF-basierte Vorsorge
Für risikobereite Gründer mit langem Anlagehorizont. Die historisch höheren Renditen am Aktienmarkt können die Versorgungslücke schneller schließen als klassische Versicherungsprodukte – allerdings bei höherem Risiko.
Berufsunfähigkeit: Das unterschätzte Risiko
Was passiert, wenn Du durch Krankheit oder Unfall Deinen Beruf nicht mehr ausüben kannst? Für StartUp-Gründer ist Berufsunfähigkeit ein existenzielles Risiko: Kein Einkommen, aber laufende Kosten für Krankenversicherung, Miete und gegebenenfalls Mitarbeitende.
Der wichtigste Tipp: Schließe die Berufsunfähigkeitsversicherung so früh wie möglich ab. Je jünger und gesünder Du bist, desto günstiger sind die Beiträge. Und achte darauf, dass die Versicherung eine abstrakte Verweisung ausschließt.
StartUp Versicherungen für die persönliche Absicherung
Neben der Altersvorsorge und der Berufsunfähigkeitsversicherung gibt es weitere wichtige Bausteine:
- Krankentagegeld – Schließt die Einkommenslücke bei Krankheit, denn als Selbstständiger bekommst Du keine Lohnfortzahlung
- Unfallversicherung – Ergänzt den Schutz der BU und zahlt auch bei Invalidität nach einem Unfall
- Risikolebensversicherung – Schützt Deine Familie, falls Dir etwas zustößt – besonders wichtig bei laufenden Krediten
Zusammenfassung und Fazit
Die private Altersvorsorge ist für Gründerinnen und Gründer keine optionale Ergänzung, sondern eine Kernaufgabe der persönlichen Finanzplanung. Zusammen mit der Berufsunfähigkeitsversicherung und dem Krankentagegeld bildet sie das Sicherheitsnetz, das Dich auch dann trägt, wenn Dein StartUp nicht nach Plan läuft.
Weiterführende Artikel
- [StartUp Versicherungen: Der komplette Überblick](/blog/startup-versicherungen-ueberblick) – Alle Versicherungen für Gründer
- [Liquiditätsplanung für StartUps](/blog/liquiditaetsplanung-versicherungen) – Vorsorge in die Finanzplanung integrieren
Beratung zum Thema „Altersvorsorge für Gründer: Richtig absichern“
Ob die hier beschriebenen Punkte auf Ihren Betrieb zutreffen, hängt von Ihrer Tätigkeit, Ihrer Betriebsgröße und Ihren bestehenden Verträgen ab. Hanseprotect prüft als unabhängiger Versicherungsmakler in Hamburg, welche Deckungen im Fall „Altersvorsorge für Gründer: Richtig absichern“ tatsächlich greifen, wo Summen zu niedrig bemessen sind und welche Obliegenheiten Sie einhalten müssen, damit der Versicherer im Schadenfall leistet. Die Erstberatung ist kostenfrei und unverbindlich.